Tagung

VDMA-Tagung Digitaler ProduktpassNeu

Technologien, Standards und Praxislösungen für die erfolgreiche Umsetzung des DPP

Advance Creation

Mit der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) und der Einführung des Digitalen Produktpasses (DPP) entstehen neue Anforderungen an Transparenz, Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit sowie den Austausch produktbezogener Informationen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Auch Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sind von den regulatorischen Anforderungen betroffen. Als Teil globaler Wertschöpfungsnetzwerke müssen sie künftig relevante Produktdaten strukturiert erfassen, bereitstellen und nutzen.

Der Digitale Produktpass schafft die Grundlage für eine durchgängige Nachvollziehbarkeit von Produktinformationen und ist gleichzeitig als zentraler regulatorischer Baustein für mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und Effizienz entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Seine erfolgreiche Einführung erfordert jedoch nicht nur die Einhaltung regulatorischer Vorgaben, sondern auch die Auswahl geeigneter technischer Lösungen in Form von Standards und Datenstrukturen.

Im Fokus der VDMA-Tagung Digitaler Produktpass stehen daher technologische Umsetzungsmöglichkeiten, relevante Standards und konkrete Praxisbeispiele. Es werden unterschiedliche Software-Technologien, Datenmodelle, Schnittstellenkonzepte sowie Methoden zur Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung von Produktinformationen betrachtet. Expertinnen und Experten aus der Praxis stellen konkrete und praktische Lösungsansätze vor und zeigen, wie Unternehmen den Digitalen Produktpass erfolgreich implementieren und in bestehende Prozesse und Systeme integrieren. 

Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Einblick in aktuelle technische Umsetzungsmöglichkeiten des DPP sowie relevante Herausforderungen und Lösungsansätze für den Maschinenbau und Anlagenbau. Ziel der Tagung ist es, den fachlichen Austausch zum Digitalen Produktpass zu fördern, Erfahrungen aus der Praxis zu teilen und Unternehmen bei der Entwicklung eigener Strategien für die Einführung und Umsetzung des DPP zu unterstützen.

Inhalte

ab 08:30 Uhr

Check-In und Begrüßungskaffee

09:30 - 09:45 Uhr

Begrüßung und Moderation

Richard Merkel, Referent Technikpolitik und Standardisierung und Referent DIN-Normausschuss Maschinenbau, VDMA e.V., Frankfurt am Main 

09:45 – 10:15 Uhr 

Der Digitale Produktpass – Technische Anforderungen und Betrachtungen

  • Grundkonzept des Digitalen Produktpasses
  • Anforderung aus der Normung und Regulatorik
  • Technologieoffenheit als Basis für den DPP

Richard Merkel, Referent Technikpolitik und Standardisierung und Referent DIN-Normausschuss Maschinenbau, VDMA e.V., Frankfurt am Main

10:15 – 11:00 Uhr 

Batteriepass: Ein Vorbild für andere Produktpässe

  • Herausforderungen des Batteriepasses in der Praxis
  • Übertragbarkeit auf andere DPPs
  • Was bei der Umsetzung von DPPs hilft

Dr. Johannes Simböck, Programmbereichskoordinator und Team-Lead BatteryPass-Ready, acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V., München

11:00 – 11:30 Uhr 

Kaffeepause 

11:30 – 12:15 Uhr 

Vom Shopfloor zum Digitalen Produktpass mit der Kommunikationsplattform OPC UA

  • Herausforderung für die Datenerfassung
  • OPC UA als Brücke zwischen IT und OT
  • Mehrwerte für Hersteller, Kunden und die Industrie

Stefan Hoppe, President & Executive Director, OPC Foundation, Verl

12:15 – 13:00 Uhr 

Mehr Transparenz für den Verbraucher durch den Digitalen Produktpass

  • Herausforderungen und Treiber in der Konsumgüterwirtschaft
  • Transparenz über Herkunft und Materialien entlang der Lieferkette
  • Kreislaufwirtschaft und neue Geschäftsmodelle für Konsumgüter

Alexander König, Senior Manager Sustainability, GS1 Germany GmbH, Köln

13:00 – 14:00 Uhr 

Mittagessen 

14:00 – 14:45 Uhr 

ECLASS – ein Datenstandard als semantische Lösung für den DPP

  • Anforderungen an die DPP-Semantik nach Standard
  • Passgenaue Lösung von ECLASS und die Vorteile
  • Umsetzungsbeispiele

Thorsten Kroke, General Manager ECLASS Head Office, ECLASS e.V., Köln

14:45 – 15:30 Uhr 

Marktzugang zukunftsfähig gestalten und sichern – Erfahrungen aus DPP-Pilotprojekten

  • Relevante Produktinformationen zusammentragen und harmonisieren
  • Nutzung existierender Standards, Aufbauen auf existierenden Dateninfrastrukturen, erforderliches erweitern
  • Der DPP als Herausforderung des Veränderungsmanagements – Kommunikation mit Lieferanten, Kunden und Systemanbietern

Adrian von Mühlenen, Product Owner Digital Product Passport & Chairperson ISO/IEC JTC 5, BASF Intertrade AG, Zug/Schweiz, und Christoph Attila Kun, Managing Director, Digital Data Chain Service GmbH, Berlin

15:30 – 16:00 Uhr 

Kaffeepause

16:00 – 16:45 Uhr 

DPP 4.0 als digitaler Wegbereiter für Daten und Kreislaufwirtschaft

  • Digitale Identitäten von Produkten
  • Lebenszyklusdaten sichten und interoperabel bereitstellen
  • Skalierbare Umsetzung über Unternehmensgrenzen hinweg

Prof. Dr. Dieter Wegener, Head of External Cooperation, Siemens Technology Accelerator GmbH, München

16:45 – 17:00 Uhr 

Zusammenfassung der Ergebnisse

Richard Merkel, Referent Technikpolitik und Standardisierung und Referent DIN-Normausschuss Maschinenbau, VDMA e.V., Frankfurt am Main

17:00 Uhr 

Voraussichtliches Ende der Veranstaltung 


Zielgruppe

Verantwortliche und Führungskräfte aus den Bereichen IT/Digitalisierung, Software-Development, Product Compliance, Produktmanagement, Technische Dokumentation, Standardisierung und Regulatorik, Einkauf, Produktion, Entwicklung und Konstruktion, Vertrieb, Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit

Tagungsleitung

Richard Merkel

ist seit dem Jahr 2022 Referent Technikpolitik und Standardisierung und Referent DIN-Normausschuss Maschinenbau (NAM) im VDMA. Dabei ist er unter anderem in diversen nationalen und internationalen (ISO)-Normungsgremien tätig. Seine besondere Fachexpertise liegt in den Themen Automationssysteme, Digitaler Produktpass und Interoperabilität im Maschinenbau.

Veranstaltungsdetails

Dauer: 1 Tag

VDMA-Haus

Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 66030

Gebühren (zzgl. MwSt.)

VDMA-Mitglieder

€ 580

Nichtmitglieder

€ 730

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