Seminar

Künstliche Intelligenz in der Produktion erfolgreich einsetzenNeu

Praxisorientierter Einstieg zum Einsatz von KI in der Produktion, im Shopfloor und in produktionsnahen Bereichen

AdobeStock | Vadym

Produzierende Unternehmen stehen vor steigender Komplexität, Fachkräftemangel und hohem Effizienzdruck. Künstliche Intelligenz (KI) in der Produktion kann hier als praktisches Werkzeug unterstützen – von der Informationsaufbereitung, Dokumentation und Analyse über die Entscheidungsunterstützung bis hin zu Predictive Maintenance und bildbasierter Prozess- und Qualitätsüberwachung. Das Seminar gibt einen kompakten und anwendungsorientierten Überblick darüber, wie KI-Anwendungen in der Produktion und Fertigung sinnvoll eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt stehen eine verständliche Einordnung, ausgewählte Praxisbeispiele und, als konkretes Ergebnis, eine erste, priorisierte Projektskizze für den eigenen Arbeitsbereich.

Inhalte

Grundlagen: Was KI in der Produktion heute leisten kann – und was nicht

  • Einordnung von Künstlicher Intelligenz, generativer KI und Machine Learning im Produktionskontext: Was leisten aktuelle Werkzeuge bereits heute, wo liegen typische Missverständnisse und welche Grenzen sind zu beachten?
  • Überblick über relevante KI-Anwendungsfelder in der Produktion und Fertigung, Shopfloor und produktionsnahen Bereichen – von Informationsaufbereitung, Dokumentation, Analyse und Entscheidungsunterstützung über vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) bis hin zu Computer-Vision-Anwendungen wie automatisierter Qualitätskontrolle und Prozessüberwachung.
  • Grundlagen für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Produktion: Datenqualität, Datenschutz, fachliche Plausibilisierung und sinnvolle Rollenverteilung zwischen Mensch und KI.

KI und Lean Management: produktive Zusammenarbeit statt Technik um der Technik willen

  • Verbindung von KI und Lean Management in der Produktion: Wie KI bestehende Verbesserungsarbeit unterstützt, ohne Lean-Prinzipien durch reine Technikbegeisterung zu ersetzen.
  • Digitalisierung als notwendiger Zwischenschritt: Warum belastbare Daten und digitalisierte Prozesse die Grundlage für einen sinnvollen KI-Einsatz in der Produktion sind und wie sich der Weg vom analogen Shopfloor über die Digitalisierung hin zu KI-gestützten Routinen stufenweise gestalten lässt.
  • Ansätze zur Produktivitäts- und Prozessoptimierung, z. B. Reduzierung von Verschwendung in indirekten und produktionsnahen Prozessen durch schnellere Auswertung, bessere Transparenz und strukturierte Problembearbeitung.
  • Praxisbeispiele für KI-gestützte Shopfloor-Routinen mit Fokus auf Daten und konkrete Handlungsvorschläge; etwa das Erkennen von Abweichungen, das Priorisieren von Maßnahmen und die strukturierte Problembearbeitung statt reiner Gesprächszusammenfassungen am Shopfloor.

KI-Assistenten im Produktionsalltag: von guten Prompts zu belastbaren Ergebnissen

  • Grundlagen guter Prompts im Produktionsumfeld: klare Rollen, präzise Aufgabenstellung, passende Kontextinformationen und gezielte Qualitätsprüfung der Ergebnisse – anwendbar auf gängige KI-Assistenten und generative KI-Tools wie Microsoft Copilot, ChatGPT oder vergleichbare Werkzeuge.
  • Anwendungsfälle mit echtem Hebel für Fach- und Führungskräfte, über einfache Office-Aufgaben hinaus: Aufbereiten und Interpretieren von Produktionsdaten und Prozessdaten, Vorbereiten von Entscheidungsvorlagen, Strukturieren von Problemlösungs- und Verbesserungsprozessen sowie Erstellen erster fachlicher Konzept- und Dokumentationsentwürfe.
  • Umgang mit Qualität, Verantwortung und Datennutzung: Wann KI-Ergebnisse übernommen werden können, wann fachliche Prüfung notwendig ist und welche Informationen nicht in KI-Tools gehören.

Citizen Development: einfache Lösungen selbst mitgestalten – mit Konzept statt Aktionismus

  • Einführung in Citizen Development und Low-Code anhand eines konkreten Beispiels (z. B. 5S-App oder Störmeldungs-Workflow): Welche Möglichkeiten Fachbereiche haben, einfache digitale Lösungen selbst zu gestalten und wo die realistischen Grenzen liegen.
  • Vom Einzelfall zum tragfähigen Konzept: Wie ein Citizen-Development-Ansatz im Unternehmen aufgesetzt wird: Rollen und Verantwortlichkeiten, Auswahl geeigneter KI- und Digitalisierungs-Use Cases, Zusammenspiel mit der IT und schrittweiser Ausbau, damit aus einzelnen Ideen ein wiederholbares Vorgehen wird.
  • Rahmenbedingungen für sichere Umsetzung: Governance, Verantwortlichkeiten, Datenzugriff und Zusammenarbeit mit IT, damit KI-Lösungen und digitale Anwendungen sicher und skalierbar bleiben.

Praxistransfer und Zukunftsausblick für die Produktion

  • Vom Anwendungsfall zum Fahrplan: Die Teilnehmenden identifizieren Zeitverluste, Medienbrüche und Informationslücken im eigenen Bereich und überführen einen priorisierten KI-Use Case für die Produktion in eine kompakte Umsetzungsskizze („Project Charter"), mit Zielbild, ersten Schritten, Beteiligten und erwartetem Nutzen, mit der sie direkt mit einem Team im eigenen Unternehmen starten können.
  • Erfolgsfaktoren für Einführung und Nutzung: Geeignete KI-Anwendungsfälle und Use Cases auswählen, klein starten, Mitarbeitende einbinden und Ergebnisse regelmäßig fachlich überprüfen.
  • Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Produktion und Fertigung, einschließlich Physical AI, Assistenzsystemen und der zunehmenden Verbindung von digitalen und physischen Prozessen.

Voraussetzungen

Ein Zugang zu einem generativen KI-Tool ist erforderlich. Für die praktischen Übungen genügt ein Zugang zu Microsoft Copilot, ChatGPT oder einem vergleichbaren Sprachmodell. Da sich mehrere Anwendungsbeispiele auf Microsoft-365- und Copilot-Umgebungen beziehen, ist ein Copilot-Zugang empfehlenswert, jedoch nicht zwingend erforderlich. Für eine optimale Erfahrung mit allen Modulen wird ein Bezahlaccount (z. B. Copilot-, ChatGPT-Plus- oder -Team-Abonnement) empfohlen.


Methoden

Kurzimpulse, Demonstrationen, Übungen, Praxisbeispiele und moderierte Diskussion mit direktem Bezug zum eigenen Arbeitsumfeld. Als Ergebnis erarbeiten die Teilnehmenden eine eigene, konkrete Umsetzungsskizze für ihren Bereich.


Wie profitieren Sie von diesem Seminar?

Sie erhalten einen verständlichen Überblick über Einsatzmöglichkeiten von KI in der Produktion, lernen typische Anwendungsfelder kennen und verlassen das Seminar mit einem konkreten, priorisierten Umsetzungsplan für den eigenen Bereich – nicht nur mit ersten Impulsen.


Zielgruppe

Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Fertigung, Shopfloor Management, Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung und -steuerung, Instandhaltung, Qualität, Lean Management, Operational Excellence sowie weiteren produktionsnahen Bereichen, die Potenziale von KI für ihre Prozesse identifizieren und praktisch nutzen möchten


Seminarleitung

Die Durchführung des Seminars erfolgt mit zwei der genannten Experten.

Christian Jagla
ist Maschinenbauingenieur und Experte für Lean Management und unterstützt Unternehmen seit 20 Jahren dabei, effiziente, schlanke und kundenorientierte Organisationen zu entwickeln. In seinen Seminaren verbindet er praxisnahe Methoden mit langjähriger Erfahrung in der Optimierung von Prozessen und Strukturen in der Produktion.

Henri Bremer
ist Consultant mit Schwerpunkt auf Automatisierung, datenbasierter Prozessanalyse und digitalen Optimierungslösungen. Durch seinen akademischen Hintergrund in der Informatik und seine praktische Erfahrung in der Unternehmensberatung vermittelt er fundierte Einblicke in die Gestaltung effizienter und zukunftsorientierter Prozesse mit KI.

Sebastian Kotulla
ist Senior Consultant und Lean Six Sigma Black Belt. Er ist spezialisiert auf Operational Excellence, Prozessmanagement und digitale Transformation. Neben seiner langjährigen Erfahrung in Lean-Transformationen und Führungskräfteentwicklung beschäftigt er sich intensiv mit datenbasierten Entscheidungsprozessen, Digitalisierung und dem Einsatz von KI in industriellen Anwendungen. Durch die Verbindung von Lean-Prinzipien, moderner Datenanalyse und praktischer Umsetzung vermittelt er fundierte und anwendungsorientierte Impulse für die Produktion von morgen.

Veranstaltungsdetails

Dauer: 1 Tag

Websessions live

im virtuellen Raum

Gebühren (zzgl. MwSt.)

VDMA-Mitglieder

€ 750

Nichtmitglieder

€ 930

Dauer: 1 Tag

Websessions live

im virtuellen Raum

Gebühren (zzgl. MwSt.)

VDMA-Mitglieder

€ 750

Nichtmitglieder

€ 930

Hilfe & FAQ

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