Tagung

VDMA-Tagung Digitaler ProduktpassNeu

Grundlagen des DPP: Wegbereiter für transparente Produktinformationen und nachhaltige Industrieprozesse

Advance Creation

Aufgrund hoher Nachfrage wird die Tagung vom 4. Dezember 2025 wiederholt!

Mit dem Inkrafttreten der neuen EU-Ökodesign-Verordnung wird eine weitreichende Form der Produktregulierung und Informationspflicht für nachhaltige Produkte und transparente Produktlebenszyklen in der EU eingeführt und weiterentwickelt. Daraus folgen neue und aktualisierte Produktanforderungen. Weiterhin gelten Verordnungen aus Sektoren wie Batterieherstellung, Elektronikindustrie oder Bauprodukteherstellung. Die Einführung und Verarbeitung eines Digitalen Produktpasses (DPP) wird hinsichtlich der neuen Informationsanforderungen für ausgewählte Produktgruppen verpflichtend.

Die Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen produzieren Güter und Komponenten für unterschiedlichste Industriesektoren weltweit. Somit ergeben sich auch Verpflichtungen für den Maschinenbau und Anlagenbau. Für Unternehmen, die den Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz suchen, ist der Digitale Produktpass (DPP) zudem ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund wurde die VDMA-Initiative „DPP for machinery“ gegründet. Die VDMA-Tagung Digitaler Produktpass informiert dazu passend zukünftig jährlich über aktuelle politische Rahmenbedingungen, regulatorische Anforderungen und technologische Entwicklungen.  

Warum ist der Digitale Produktpass so wichtig? Er stellt eine strukturierte Sammlung produktbezogener, digital abrufbarer Daten dar. Die Daten des Digitalen Produktpasses stammen aus allen Phasen des Produktlebenszyklus und können daher in sämtlichen Phasen für verschiedene Zwecke genutzt werden – von der Lieferkette über die Nachhaltigkeitsbewertung bis zum Recycling.

Im Fokus dieser VDMA-Tagung Digitaler Produktpass steht, was ein Digitaler Produktpass praktisch bedeutet und wie Sie bei der Einführung strategisch vorgehen. Fachleute informieren Sie über die Bedeutung, Umsetzung und Vorteile des Digitalen Produktpasses. Diskutiert werden die mögliche Betroffenheit und Verpflichtung zur Einführung eines DPPs im Maschinenbau und Anlagenbau, die notwendige Digitalisierung der eigenen Unternehmensprozesse, die Vorgaben und das Rahmenwerk durch die EU-Regulatorik und die Bedeutung für die zukünftige internationale Standardisierung. 

Inhalte

ab 08:30 Uhr

Empfang und Registrierung der Teilnehmenden

09:30 - 09:45 Uhr

Begrüßung und Moderation

Richard Merkel, Referent Technikpolitik und Standardisierung und Referent DIN-Normausschuss Maschinenbau, TS/NAM, VDMA e.V., Frankfurt am Main 

09:45 – 10:35 Uhr 

Von der EU-Ökodesign-Verordnung zum Digitalen Produktpass 

  • Die Ökodesign-Verordnung als Initiator des Digitalen Produktpasses 

  • Der DPP als Flaggschiff der zukünftigen Produktregulierung – Rechtsakte und Verordnungen 

  • Grundkonzept und technische Aspekte des DPPs 

Richard Merkel, Referent Technikpolitik und Standardisierung, TS/NAM, VDMA e.V., Frankfurt am Main, und Frederike Krebs, Referentin Umwelt und Nachhaltigkeit, VDMA European Office, Brüssel/Belgien 

10:35 – 11:05 Uhr 

Kaffeepause 

11:05 – 11:40 Uhr 

Der DPP in der digitalen Qualitätsinfrastruktur 

  • Aktuelle Entwicklungen in der digitalen Qualitätsinfrastruktur 

  • Einbindung des Digitalen Produktpasses in die Qualitätsinfrastruktur  

  • Schritte zur Konformität und Zertifizierung mit und durch den Digitalen Produktpass 

Alena Werner, Projektmanagerin Digitaler Produktpass, DIN – Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin 

11:40 – 12:15 Uhr 

Aus der Normung entsteht das DPP-System 

  • Die Rolle der Normung und Standardisierung beim Digitalen Produktpass 

  • Unterscheidung zwischen DPP-System und DPP-Daten und die Beschreibung des DPP-Systems 

  • Aktueller Stand der europäischen und internationalen Normung und Ausblick 

Prof. Dr. Ing. Thomas Knothe, Abteilungsleiter Geschäftsprozess- und Fabrikmanagement, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, Berlin (Chair CEN CLC JTC 24 DPP Framework and System) 

12:15 – 12:50 Uhr 

Durch Interoperabilität zur Digitalisierung  

  • Die Hürden der Digitalisierung in der zweifachen Transformation 

  • Die Rolle der Interoperabilität im Maschinenbau 

  • Lösungsansätze zur Beherrschung der Interoperabilität 

Andreas Faath, Abteilungsleiter Machine Information Interoperability, VDMA e.V., Frankfurt am Main 

12:50 – 13:50 Uhr 

Mittagessen 

13:50 – 14:25 Uhr 

Die Betroffenheit des Maschinenbaus durch den Digitalen Produktpass 

  • Die Bedeutung des Digitalen Produktpasses im Maschinenbau 

  • Die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter Betroffenheit aus Sicht des Maschinenbaus 

  • Die Produktgruppe Eisen und Stahl 

Richard Merkel, Referent Technikpolitik und Standardisierung, TS/NAM, VDMA e.V., Frankfurt am Main, und Frederike Krebs, Referentin Umwelt und Nachhaltigkeit, VDMA European Office, Brüssel/Belgien 

14:25 – 15:00 Uhr 

Der Batteriesektor als Vorreiter und Blaupause 

  • Die Batterie-Verordnung als Vorreiter und Blaupause für erste verpflichtende DPPs 

  • Leistungs- und Informationsanforderungen an die Batterien  

  • Aktuelle Herausforderungen im Datenmanagement des Batterie-Sektors 

Patrick Gering, Stellv. Abteilungsleiter Geschäftsprozess- und Fabrikmanagement, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, Berlin 

15:00 – 15:30 Uhr 

Kaffeepause

15:30 – 16:05 Uhr 

Ein Einblick in den Konsumgüter-Sektor  

  • Die Digitalisierung im Einzelhandel bezüglich Produktinformationen 

  • Die Bedeutung eines Digitalen Produktpasses im Konsumgüter-Bereich 

  • Unterschiede vom B2B-Bereich zum B2C-Bereich 

Alexander König, Senior Manager Sustainability, GS1 Germany GmbH, Köln 

16:05 – 16:40 Uhr 

Der Digitale Produktpass in der internationalen Betrachtung 

  • Die Sichtweise auf den Digitalen Produktpass außerhalb Europas 

  • Motivation zur Digitalisierung von Produktinformationen 

  • Projekte und Aktivitäten im internationalen Feld 

Dr. Holger Berg, Vice Director Division Circular Economy, Co-Head Research Unit Digital Transformation, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, Wuppertal

16:40 – 17:00 Uhr 

Zusammenfassung und Verabschiedung  

Richard Merkel, Referent Technikpolitik und Standardisierung, TS/NAM, VDMA e.V., Frankfurt am Main 

17:00 Uhr 

Voraussichtliches Ende der Veranstaltung 


Zielgruppe

Geschäftsführung, Verantwortliche und Führungskräfte aus den Bereichen IT/Digitalisierung, Produkt Compliance, Technische Dokumentation, Standardisierung und Regulatorik, Einkauf, Produktion, Entwicklung und Konstruktion, Vertrieb, Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit

Tagungsleitung

Richard Merkel

ist seit dem Jahr 2022 Referent Technikpolitik und Standardisierung und Referent DIN-Normausschuss Maschinenbau (NAM) im VDMA. Dabei ist er unter anderem in diversen nationalen und internationalen (ISO)-Normungsgremien tätig. Seine besondere Fachexpertise liegt in den Themen Automationssysteme, Digitaler Produktpass und Interoperabilität im Maschinenbau.

Veranstaltungsdetails

Dauer: 1 Tag

elaya hotel frankfurt oberursel

Zimmersmühlenweg 35
61440 Oberursel
Tel.: 06171 / 5000
Mail: frankfurt-oberursel@­elaya-hotels.com

Gebühren (zzgl. MwSt.)

VDMA-Mitglieder

€ 580

Nichtmitglieder

€ 730

Hilfe & FAQ

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